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Wolfsmilchschwärmer und Schwalbenwurz-Höckereule
Larven des Wolfsmilchschwärmers. © Anna Hundsdörfer

Manche Nachtfalterarten werden als Falter trotz ihrer Größe nur sehr selten nachgewiesen. Das kann an ihren Verhaltensmustern oder aber auch an lokal sehr beschränkten Vorkommen liegen. Zu diesen Arten gehören der Wolfsmilchschwärmer (Hyles euphorbiae) und die Schwalbenwurz-Höckereule (Abrostola asclepiadis). Beide Arten sind als Larve sehr einfach an ihren Nahrungspflanzen aufzufinden, an denen sie hoch spezialisiert leben. Die auffällig bunten Larven des Wolfsmilchschwärmers fressen an Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) und Esels-Wolfsmilch (Euphorbia esula), welche an offenen, sonnenbeschienenen Flächen wie magere Trockenhänge und Wiesen, oft am Rand von lockeren Eichenbeständen wächst. Bei geeignetem Mahdregime können sich die Larven auch auf gemähten Wiesen entwickeln. Die grünen, mit schwarzen Punkten und einer gelben Seitenlinie gezeichneten Larven der Schwalbenwurz-Höckereule fressen ausschließlich an Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria), vor allem in trockenwarmen Wäldern, auf felsdurchsetzten steilen Hängen an eher halbschattigen Stellen. Eier, Eihüllen und Larven befinden sich blattunterseits. Sonnig-heiße Tage sind für die Larvensuche weniger geeignet als bedeckte oder kühle Tage. In der Nacht (Taschenlampe!) präsentieren sich die größeren Larven gut sichtbar, meist im oberen Drittel der Triebe. Bei der Suche ist es von Interesse, nicht nur die Larven sondern auch Fraßbilder, Pflanzen und Habitate zu dokumentieren und die Fotos der Fundmeldung beizufügen. Wenn die Suche ergebnislos bleibt, sollte dies als Negativnachweis erfasst werden, indem man im Datenfeld Anzahl eine Null eingibt. Wer sich bei der Bestimmung der Pflanzenarten unsicher ist, kann die App „Flora Incognita“ zu Hilfe nehmen. Mit Euren Beobachtungen könnt Ihr wesentlich zum Verständnis des Vorkommens beider Arten in Sachsen beitragen.
Junge Larven der Schwalbenwurz-Höckereule an der Blattunterseite der Schwalbenwurz mit charakteristischem Frassbild © Jan Blau.

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