Batrisus formicarius Aubé, 1833

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Diagnose

Körperlänge: 3–3,5 mm.

Körperfärbung: Rotbraun. Feine gelbe Behaarung am gesamten Körper, einschließlich Antennen und Tarsen.

Kopf: Trapezförmig, granuliert, mit einer nach hinten auslaufenden hufeisenförmigen Furche um den beulenartig erhobenen Scheitel. Die Augen hinter der Kopfmitte seitlich hervorstehend und etwa so lang wie die schräg abgestutzten Schläfen. Kiefertaster mindestens so lang wie der Kopf, keulenförmiges Endglied.

Antennen: 11-gliedrig, beim Männchen die Glieder 2 bis 7 perlenförmig, Glied 8 und 9 sägezahnförmig quer, das Endglied fausthandschuhförmig mit einem abstehenden Zahn an der Basis.

Halsschild: Von Kopf und Hinterleib deutlich abgesetzt, in Form einer abgestumpften Raute, vorn glatt und glänzend, spärlich behaart, mit mittig ausgebeulten Seiten und einer flachen Mittelfurche, die im hinteren, granulierten Drittel in ein Grübchen mündet.

Hinterleib: Länglich eiförmig, mit deutlichen Schulterbeulen und drei durch kielartige Erhebungen getrennten Basalgruben auf dem ersten freiliegenden Dorsalsegment. Die Elytren reichen bis zur Hinterleibsmitte.

Beine: Die innen bzw. hinten mehrfach ausgeschweiften Mittelschienen der Männchen tragen auf der Innenseite unterm Ansatz sowie am apikalen Ende je einen kräftigen, abstehenden Dorn. Die Aushöhlung im letzten Drittel wird von einem Büschel gelber Börstchen überragt. Tarsen dreigliedrig, das 1. Glied so kurz, dass es kaum unterm Schienenende hervorsteht und von oben nicht zu erkennen ist, das 2. Tarsenglied länger als das 3.

Ähnliche Art: Von den übrigen Arten der Familie (ca. 1–2,5 mm) unterscheidet sich Batrisus formicarius vor allem durch seine Größe.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Der Käfer ähnelt in Färbung und Körperform einer Ameise (Mimese) und besitzt auffällig kräftige Antennen. Charakteristisch für die Familie der Staphylinidae (Kurzflügler) sind die kurzen Flügeldecken, die den Hinterleib nur zur Hälfte bedecken.

Verbreitung

Mittel- und Teile von Südeuropa (Nordspanien, Norditalien, Bosnien-Herzegowina); östliche Verbreitungsgrenze in Russland (GBIF, Coleoweb).

Lebensweise

Der Palpenkäfer ist ein Ameisengast (myrmekophil) und lebt u. a. in Nestern von Lasius sp.

Lebensräume

Bestandssituation

Aktuelle Bestandssituation: selten
Langfristiger Trend: mäßiger Rückgang
Kurzfristiger Trend: gleich bleibend

Bestandssituation nach der Roten Liste Kurzflügler Deutschlands von 2021.

Autor(-en): Helene Otto. Letzte Änderung am 04.03.2026

Belgershain, Landkreis Leipzig, Dezember 2024
(© Helene Otto)
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