Braune Mosaikjungfer (Aeshna grandis (Linnaeus, 1758))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Körperlänge: 70–77 mm, Hinterflügellänge: 41–49 mm.

Kopf: Gesicht gelblich-braun; Stirn mit braunem Querbalken. Augen rötlich-braun, bei geschlechtsreifen Männchen mit blauem Glanz.

Thorax: braun, mit zwei breiten hellgelben Seitensteifen und kleinen blauen Flecken an den Flügelbasen. Flügeladern braun, Membran mit variabler brauner Tönung, die sich mit zunehmendem Alter verringert. Beine rotbraun.

Hinterleib: rotbraun, mit schwacher Mosaikzeichnung. Männchen oberseits mit blauem Fleckenpaar auf dem 2. Segment und blauen Seitenflecken auf den übrigen Segmenten, bei Weibchen und jungen Individuen sind diese Flecken hell gelblich oder bläulich, manche Weibchen männchenfarben.

Ähnliche Arten: aufgrund brauner Grundfarbe und getönten Flügeln unverwechselbar. Keilfleck-Mosaikjungfer (Aeshna isoceles) mit grünen Augen, hellbrauner Grundfarbe, durchsichtigen Flügeln und gelbem Dreieck auf der Oberseite des 2. Hinterleibssegments. Kleine Königslibelle (Anax parthenope) gelegentlich mit teilweise dunkel getönten Flügeln, aber grünen Augen, gelbem Ring auf dem 1. Hinterleibssegment und blauem 2. Hinterleibssegment.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Verbreitung

Von Irland, Großbritannien, Skandinavien und Finnland (mit Ausnahme des äußersten Nordens) südlich bis Südfrankreich und die Pyrenäen, den Südrand der Alpen, den nördlichen Regionen von Kroatien, Ungarn und Rumänien, Teilen der Ukraine und in Russland südlich bis zum Ural sowie östlich bis zum Baikal (Wildermuth & Martens 2019).

Lebensweise

Lebensräume

Verlandende Stillgewässer und langsam strömende Fließgewässer in waldreichen Landschaften (Wildermuth & Martens 2019).

Bestandssituation

Literatur

  • Bellmann, H. 1993: Libellen: beobachten – bestimmen. – Naturbuch Verlag, Augsburg. 274 S.
  • Brockhaus, T. & U. Fischer 2005: Die Libellenfauna Sachsens. – Natur & Text, Rangsdorf. 427 S.
  • Dijkstra, K.-D. B., A. Schröter & R. Lewington 2021 (2. Aufl.): Libellen Europas. Der Bestimmungsführer. – Haupt-Verlag, Bern. 336 S.
  • Dreyer, W. 1986: Die Libellen Das umfassende Handbuch zur Biologie und Ökologie aller mitteleuropäischer Arten mit Bestimmungsschlüsseln für Imagines und Larven. – Gerstenberg Verlag, Hildesheim. 219 S.
  • Heidemann, H. & R. Seidenbusch 2002: Die Libellenlarven Deutschlands. – In: F. Dahl, Die Tierwelt Deutschlands (72. Teil). – Goecke & Evers, Keltern. 328 S.
  • Peters, G. 1987: Atavistische Strukturen im Flügelgeäder von Aeshna grandis und verwandten Arten. – Entomologische Abhandlungen 51: 1–16.
  • Peters, G. 1987: Die Edellibellen Europas: Aeshnidae. – Die neue Brehm-Bücherei 585. – Ziemsen Verlag, Wittenberg. 140 S.
  • Sternberg, K. & R. Buchwald 2000: Die Libellen Baden-Württembergs, Band 2 Großlibellen (Anisoptera). – Eugen Ulmer, Stuttgart. 712 S.
  • Wildermuth, H. & A. Martens 2019 (2. Aufl.): Die Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt. – Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim. 958 S.
Autor(-en): Susanne Kurze, Matthias Nuß. Letzte Änderung am 28.05.2022

Männchen der Braunen Mosaikjungfer. Schönau-Berzdorf auf dem Eigen, Anfang Juli 2020
(© Peter Diehl)


Weibchen der Braunen Mosaikjungfer bei der Eiablage. Tharandter Wald am Ententeich, 27.07.2019
(© Karin & Lothar Brümmer)


Zum Putzen der Augen legt die Braune Mosaikjungfer ein Bein über die Augen und dreht dann heftig mit dem Kopf. Deutlich zu sehen sind die zwei hellgelben Seitenstreifen am Thorax. Tharandt, Triebischsee, September 2014.
(© Lothar Brümmer)


Weibchen der Braunen Mosaikjungfer bei der Eiablage. Großharthau, Ende Juli 2021
(© Peter Diehl)


Braune Mosaikjungfer kurz nach dem Schlupf neben ihrer Exuvie, ca. 50 cm entfernt eine zweite Exuvie. 1,5 Stunden später hatte sie ihre Flügel geöffnet, weitere 30 Minuten später war sie verschwunden. Tharandter Wald, Triebischsee, 14.06.2018.
(© Lothar Brümmer)
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