Dreizackeule (Acronicta tridens (Denis & Schiffermüller, 1775))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Vorderflügel grau, mit je einer feinen schwarzen Linie an der Basis und vor dem hinteren Winkel.

Ähnliche Arten: Nach äußeren Merkmalen nicht von Acronicta cuspis und Acronicta psi unterscheidbar.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Rote Liste Deutschland: Daten unzureichend

Merkmale

Männliches Genital: Valve ventral auf den basalen zwei Drittel stärker sklerotisiert, am Ende dieser Sklerotisierung mit zwei nach oben und einer nach unten gerichteten, fingerartigen Sklerotisierungen (vergleiche Acronicta cuspis). Acronicta psi fehlt die nach unten gerichtete Sklerotisierung.

Weibliches Genital: Am Hinterrand des Corpus bursae auf gleicher Breite wie dieser eine nach hinten gerichtete Sklerostisierung, die etwa zwei Drittel so lang wie der Corpus bursae ist und sich vor dem Ende verjüngt (vergleiche AS_Acronictacuspus). Bei Acronicta psi setzt diese Sklerotisierung deutlich schmaler am Corpus bursae an.

Larve: Auf dem Rücken mit einem orangen Fleckenband, seitlich abwechselnd mit ein Paar weißen und orangen Flecken (vergleiche AS_Acronictacuspus und Acronicta psi).

Verbreitung

Von Schottland und Skandinavien bis zum Mittelmeer, östlich bis Japan (Steiner 1997). 

Lebensweise

Die Larven sind tagaktiv und fressen an verschiedenen Laubbäumen, u.a. an Weidengewächsen (Salicaceae), Birkengewächse (Betulaceae), Buchengewächse (Fagaceae) und Rosengewächse (Rosaceae).

Lebensräume

Warme Gehölzgesellschaften mit xerothermen Mikroklimaten und Kontak zu Halbtrockenrasen (Steiner 1997).

Bestandssituation

Im Vergleich zu Acronicta psi wird diese Art seltener gefunden, was mit ihren engeren Lebensraumansprüchen erklärt werden kann (Steiner 1997). 

Literatur

  • Heinicke, W. 1987: Beiträge zur Kenntnis der Genitalstruktur schwer unterscheidbarer Eulenfalter-Arten der DDR-Fauna IV (lep., Noctuidae). – Entomologische Nachrichten und Berichte 31 (5): 203–211.
  • Steiner, A. 1997: Nachtfalter IV. – In: G. Ebert, Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 6. – Ulmer Verlag, Stuttgart. 622 S.
Autor(-en): Matthias Nuß. Letzte Änderung am 13.12.2019

Beleg von Acronicta tridens, Umgebung Daubitz 19. Juli 1998
(© Friedmar Graf)


Beleg von Acronicta tridens, Umgebung Lohsa 28. Juli 1998
(© Friedmar Graf)


Larve der Dreizackeule an Birke, Wartha, August 2013.
(© Peer Fischer)
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