Wiesenknopf-Würfeldickkopf (Spialia sertorius (Hoffmannsegg, 1804))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Vorderflügellänge 12–13 mm.

Flügeloberseiten dunkelbraun mit kontrastreichen, weißen, eckigen Flecken und am Rand mit schwarz-weiß gescheckten Fransen. Vorderflügel vor dem Außenrand mit einer schwächeren und einer deutlicheren weißen Punktreihe, die vollständig voneinander getrennt sind.

Flügelunterseiten: Hinterflügel hell rotbraun mit weißen Flecken.

Ähnliche Art: Beim Gewöhnlichen Würfeldickkopf (Pyrgus malvae) die Vorderflügel vor dem Außenrand mit einer schwächeren und einer deutlicheren weißen Punktreihe, die nicht vollständig voneinander getrennt sind.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Rote Liste Sachsen: ausgestorben oder verschollen (1989)
Rote Liste Deutschland: ungefährdet

Merkmale

Verbreitung

Nordafrika bis West- und Mitteleuropa, östlich bis Westpolen, die Slowakei und Kroatien. In den Niederlanden ausgestorben. In Deutschland nicht in den nordöstlichen Bundesländern.

Lebensweise

Der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor) ist die einzige Eiablage- und Larvennahrungspflanze (Bräu et al. 2013).

Lebensräume

Magerrasen auf Kalkgestein oder kalkhaltigen Konglomeraten. Vom Tiefland bis 1000 m, mit einer deutlichen Häufung um 400–500 m (Bräu et al. 2013).

Bestandssituation

Spialia sertorius kam früher in Westsachsen vor. Der letzte Nachweis stammt aus dem Jahr 1989 sowie eine nicht prüfbare Sichtung aus dem Jahr 1993. Seitdem gilt die Art in Sachsen als ausgestorben (Reinhardt et al. 2007).

Literatur

  • Bräu, M., R. Bolz, H. Kolbeck, A. Nunner, J. Voith & W. Wolf 2013: Tagfalter in Bayern. – Eugen Ulmer, Stuttgart. 781 S.
  • Reinhardt, R., H. Sbieschne, J. Settele, U. Fischer & G. Fiedler 2007: Tagfalter von Sachsen. – Entomologische Nachrichten und Berichte, Dresden Beiheft 11: 1–695, 1–48.

Links

Autor(-en): Matthias Nuß. Letzte Änderung am 26.04.2016

Spialia sertorius aus dem Jahr 1930 bei Jena (Thüringen), leg. Fiedler (Leipzig). Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden
(© Matthias Nuß)


Flügelunterseiten von Spialia sertorius aus dem Jahr 1930 bei Jena (Thüringen), leg. Fiedler (Leipzig). Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden
(© Matthias Nuß)


Etiketten des Exemplars von Spialia sertorius aus dem Jahr 1930 bei Jena (Thüringen), leg. Fiedler (Leipzig). Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden
(© Matthias Nuß)
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