Calocoris alpestris (Meyer-Dur, 1843)

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Diagnose

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Calocoris alpestris (Meyer-Dür, 1843)


Merkmale

Calocoris alpestris ist mit 10 bis 11 mm Körperlänge eine unserer größten Weichwanzen und innerhalb der Artengruppe um die Gattung Calocoris s.l. der größte Vertreter. Die Tiere sind intensiv gelbgrün gefärbt und von den ähnlichen Arten aus der Gattung Adelphocoris (Adelphocoris lineolatus, Adelphocoris hercynicus) durch die im 3. und 4. Fühlerglied schlankeren Fühler zu unterscheiden. Die oft ebenfalls grünlich gefärbte Schwesterart Closterotomus norwegicus ist kleiner und besitzt zwei schwarze Punkte auf dem Halsschild. Die sehr ähnlich gefärbte aber ebenfalls deutlich kleinere Calocoris affinis hat eine dunkel gefärbte Membran, während dieser häutige Teil der Deckflügel bei Calocoris alpestris hell gefärbt ist.

Verbreitung

Die Art zeigt eine boreo-montane Verbreitung. So kommt die Art neben den Hoch-und Mittelgebirgen in Mitteleuropa auch in den Gebirgen auf dem Balkan und im Kaukasus vor.

Vorkommen in Sachsen

Die Vorkommen von Calocoris alpestris beschränken sich auf das obere Bergland.

Lebensweise

Die Art überwintert im Eistadium und nach den Larven im Frühsommer erscheinen Ende Juni / Anfang August die erwachsenen Tiere. Eine spezielle Futterpflanzenbindung ist nicht bekannt.

Lebensräume

Die Art bewohnt frische bis feuchte Staudenfluren, staudenreiche Ufer und Säume.

Bestandssituation

Die Art ist in Sachsen sehr selten und muss als stark gefährdet angesehen werden.

Literatur

  • Arnold, Kurt (2009): Checkliste der Heteropteren des Freistaates Sachsen - Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 116-145
  • Cohrs, Christoph & Kleindienst, Clemens (1934): Hemiptera-Heteroptera (Wanzen) Zentralsachsens - Berichte der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz Chemnitz 24: 143-182
  • Jordan, K. H. C. (1940): Die Heteropterenfauna der Oberlausitz und Ostsachsens - Isis Budissina Bautzen 14: 96-156
  • Jordan, K. H. C. (1953): Neue Funde und Beobachtungen zur Heteropterenfauna der Oberlausitz und Ostsachsens. - Natura lusatica 1: 2-17
  • Jordan, K. H. C. (1963): Die Heteropterenfauna Sachsens - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1: 1-68
  • Wachmann, Ekkehard & Melber, Albert & Deckert, Jürgen (2004): Wanzen Band 2. Cimicomorpha. Microphysidae (Flechtenwanzen) Miridae (Weichwanzen). - Die Tierwelt Deutschlands 75
  • Wagner, Eduard (1952): Blindwanzen oder Miriden. In: Dahl, F., Dahl, M. & H. Bischoff (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile - Gustav Fischer Verlag Jena 41
  • Wagner, Eduard (1974): Die Miridae Hahn, 1831, des Mittelmeerraumes und der Makronesischen Inseln (Hemiptera, Heteroptera). Teil 1 - Entomologische Abhandlungen Museum für Tierkunde Dresden Dresden Supplement 37: i-iii, 1-484
Autor(-en): Michael Münch. Letzte Änderung am 23.03.2013

Calocoris alpestris, Steinbach, Pressnitztal am Strassenabzweig nach Grumbach (Deutschland, Sachsen, Erzgebirgskreis), 12.06.2011
(© Michael Münch)


Calocoris alpestris, Steinbach, Pressnitztal am Strassenabzweig nach Grumbach (Deutschland, Sachsen, Erzgebirgskreis), 12.06.2011
(© Michael Münch)


Calocoris alpestris, Altenberg, Waldrand nördlich Geisingberg  (Deutschland, Sachsen, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge), 07.07.2002
(© Michael Münch)
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