Macrotylus solitarius (Meyer-Dur, 1843)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Synonyme

Macrotylus mayri (Reuter, 1904)

Merkmale

Die Art ähnelt anderen grünlichen Arten der Gattung Macrotylus. Im Gegensatz zu Macrotylus paykullii sind die ersten beiden Fühlerglieder komplett hell und ohne schwarze Zeichnungen. Mit 4,1 bis 5,5 mm Körperlänge ist sie auch deutlich größer. Von der ebenfalls grünen Macrotylus horvathi, die auch helle Fühlerglieder 1 und 2 besitzt unterscheidet sie sich durch die Form des schwarzen Fleckes hinter den beiden Zellen auf dem häutigen Teil der Deckflügel. Dieser ist bei M.solitarius länglich während er bei M.horvathi kreisrund ist.

Verbreitung

Vom westlichen Mittelmeerraum über Mittel-, Südost- und Osteuropa ersteckt sich das Areal bis zum Kaukasus.

Vorkommen in Sachsen

Die Art ist bisher nur mit drei Einzelnachweisen bekannt.

Lebensweise

Die Art wurde in Sachsen bisher ausschliesslich an Waldziest (Stachys sylvatica). Larven entwickeln sich im späten Frühjahr. Erwachsene Tiere werden im Früh- bis Hochsommer gefunden.

Lebensräume

Besiedelt werden voll besonnte Waldzieststandorte an Wegrainen und auf Schlagfluren.

Bestandssituation

Die Art ist in Sachsen extrem selten und muss als stark gefährdet angesehen werden.

Literatur

  • Arnold, Kurt (2009): Checkliste der Heteropteren des Freistaates Sachsen - Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 116-145
  • Jordan, K. H. C. (1963): Die Heteropterenfauna Sachsens - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1: 1-68
  • Michalk, Otto (1938): Die Wanzen (Hemiptera heteroptera) der Leipziger Tieflandsbucht und der angrenzenden Gebiete, zugleich eine kritische Zusammenstellung aller deutschen Arten - Sitzungsberichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig Leipzig 63/6
  • Münch, Doris & Münch, Michael (2008): Nachweise neuer und selten nachgewiesener Ufer-, Blumen- und Weichwanzenarten in Sachsen (Heteroptera: Saldidae, Anthocoridae, Miridae) - Sächsische Entomologische Zeitung Leipzig 3: 89-97
  • Schuhmacher, Friedrich (1919): Verzeichnis der bei Schandau in der Sächsischen Schweiz beobachteten Hemipteren - Entomologische Mitteilungen 8: 150 – 156
  • Wachmann, Ekkehard & Melber, Albert & Deckert, Jürgen (2004): Wanzen Band 2. Cimicomorpha. Microphysidae (Flechtenwanzen) Miridae (Weichwanzen). - Die Tierwelt Deutschlands 75
  • Wagner, Eduard (1952): Blindwanzen oder Miriden. In: Dahl, F., Dahl, M. & H. Bischoff (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile - Gustav Fischer Verlag Jena 41
  • Wagner, Eduard (1974): Die Miridae Hahn, 1831, des Mittelmeerraumes und der Makronesischen Inseln (Hemiptera, Heteroptera). Teil 2 - Entomologische Abhandlungen Museum für Tierkunde Dresden Dresden Supplement 39: i-ii, 1-421
Autor(-en): Michael Münch. Letzte Änderung am 20.06.2012

Macrotylus solitarius, Narsdorf, Waldsaum am Weg östlich Hegeteich (Deutschland, Sachsen, Landkreis Leipzig), 10.06.2011
(© Michael Münch)


Macrotylus solitarius auf voll besontem Waldziest (Stachys sylvatica), Erlbach, Auenbachtal, zwischen Rinn- und Reichenmühle in Nähe der Trafostation (Deutschland, Sachsen, Landkreis Leipzig), 16.06.2007
(© Michael Münch)
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