Macrotylus paykullii (Fallen, 1807)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Es handelt sich um eine recht kleine grüne Macrotylus-Art mit deutlicher schwarzer Behaarung. Die schwarze Zeichnung an den beiden ersten Fühlergliedern unterscheidet sie sicher von den beiden anderen grünen aber auch größeren Macrotylus-Arten Macrotylus solitarius und Macrotylus horvathi.

Verbreitung

Von Südskandinavien über weite Teil Europas bis nach Nordafrika und über Kleinasien bis in die Kaspische Region verbreitet.

Vorkommen in Sachsen

Die Art ist in Sachsen aufgrund der nur zerstreuten Vorkommen ihrer Futterplanze nur selten anzutreffen. Die existierenden Populationen sind meist recht individuenreich.

Lebensweise

Die Art lebt an Hauhechel-Arten (Ononois spinosa, O. repens). Sie überwintert im Eistadium - Larven werden im Frühsommer angetroffen - erwachsene Tiere über den Sommer hinweg.

Lebensräume

Die Art besiedelt Magerrasenstandorte mit Vorkommen ihrer Wirtspflanzenarten Dorniger bzw. Kriechender Hauhechel (Ononis spinosa, O.repens).

Bestandssituation

Die Art ist in Sachsen selten und gefährdet.

Literatur

  • Arnold, Kurt (2009): Checkliste der Heteropteren des Freistaates Sachsen - Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 116-145
  • Büttner, Kurt & Wetzel, Curt (1964): Die Heteropterenfauna Westsachsens - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1 (2): 69-100
  • Cohrs, Christoph & Kleindienst, Clemens (1934): Hemiptera-Heteroptera (Wanzen) Zentralsachsens - Berichte der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz Chemnitz 24: 143-182
  • Jordan, K. H. C. (1940): Die Heteropterenfauna der Oberlausitz und Ostsachsens - Isis Budissina Bautzen 14: 96-156
  • Jordan, K. H. C. (1963): Die Heteropterenfauna Sachsens - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1: 1-68
  • Michalk, Otto (1938): Die Wanzen (Hemiptera heteroptera) der Leipziger Tieflandsbucht und der angrenzenden Gebiete, zugleich eine kritische Zusammenstellung aller deutschen Arten - Sitzungsberichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig Leipzig 63/6
  • Wachmann, Ekkehard & Melber, Albert & Deckert, Jürgen (2004): Wanzen Band 2. Cimicomorpha. Microphysidae (Flechtenwanzen) Miridae (Weichwanzen). - Die Tierwelt Deutschlands 75
  • Wagner, Eduard (1952): Blindwanzen oder Miriden. In: Dahl, F., Dahl, M. & H. Bischoff (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile - Gustav Fischer Verlag Jena 41
  • Wagner, Eduard (1974): Die Miridae Hahn, 1831, des Mittelmeerraumes und der Makronesischen Inseln (Hemiptera, Heteroptera). Teil 2 - Entomologische Abhandlungen Museum für Tierkunde Dresden Dresden Supplement 39: i-ii, 1-421
  • Autor(-en): Michael Münch. Letzte Änderung am 21.06.2012

    Macrotylus paykullii ist trotz vermeintlich intensiver Färbung auf  Kriechender Hauhechel (Ononis repens) sehr gut getarnt. Middelhagen, Mariendorf, Schafberg, Süd-Seite (Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Rügen), 10.06.2009
    (© Michael Münch)
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