Körperlänge: 13,2–18,5 mm.
Kopf: Fühler länger als halbe Körperlänge.
Thorax: Halsschild hell rötlich, vorn mit zwei dunklen Flecken, meist langflügelig (makropter).
Abdomen: mit dornartigen Hinterleibsfortsätzen, die das Körperende nicht überragen.
Ähnliche Arten:
Gerris-Arten kleiner und ohne dornartige Hinterleibsfortsätze.
Aquarius paludum mit kurzen Fühlern und langen, das Körperende überragenden dornartigen Hinterleibsfortsätzen.
Aquarius najas mit kurzen Fühlern.
Nomenklatur
Merkmale
Verbreitung
Limnoporus rufoscutellatus zeigt eine östliche Verbreitung. In Europa im westlichen Mittelmeerraum, in Westeuropa und Teilen Skandinaviens fehlend erstreckt sich die Verbreitung bis Ostsibirien, Japan und China sowie in den Norden Nordamerikas. In Deutschland überall sehr zerstreut vorkommend und überwiegend selten.
Vorkommen in Sachsen
Die Art ist in Sachsen sehr zerstreut verbreitet und wird aktuell nur noch in der Lausitz selten gefunden.
Lebensweise
Die Lebensweise entspricht denen anderer Wasserläufer (Gerridae) mit Imaginalüberwinterung außerhalb der Fortpflanzungsgewässer an Land unter Streu, Steinen oder Totholz. Die Männchen erzeugen Wellensignale um Reviere zu markieren und Weibchen anzulocken. Die erwachsenen Tiere der neuen Generation erscheinen im Spätsommer.
Lebensräume
Limnoporus rufoscutellatus besiedelt stehende oder sehr langsam fließende Gewässer, gern auch moorige Gewässer mit entsprechender Unterwasservegetation.
Bestandssituation
Die Art ist in Sachsen sehr selten.
Literatur
- Arnold, K. 2009: Checkliste der Heteropteren des Freistaates Sachsen – Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 116–145.
- Cohrs, C. & C. Kleindienst 1934: Hemiptera–Heteroptera (Wanzen) Zentralsachsens – Berichte der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz Chemnitz 24: 143–182.
- Dietze, H. 1940: Gerris lateralis Schumm. = asper Fieb. (Hem. Heteropt. Gerridae) – Mitteilungen der Entomologischen Gesellschaft zu Halle (Saale) 18.
- Jordan, K. H. C. 1953: Neue Funde und Beobachtungen zur Heteropterenfauna der Oberlausitz und Ostsachsens. – Natura lusatica 1: 2–17.
- Jordan, K. H. C. 1963: Die Heteropterenfauna Sachsens – Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1: 1–68.
- Michalk, O. 1938: Die Wanzen (Hemiptera heteroptera) der Leipziger Tieflandsbucht und der angrenzenden Gebiete, zugleich eine kritische Zusammenstellung aller deutschen Arten – Sitzungsberichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig 63/64: 15–18.
- Niedringhaus, R. & M. Stöckmann & E. Wachmann 2020: Die Wanzen Deutschlands – Bestimmungsschlüssel für alle Familien und Gattungen – WaBV, Scheeßel.
- Schuhmacher, F. 1919: Verzeichnis der bei Schandau in der Sächsischen Schweiz beobachteten Hemipteren – Entomologische Mitteilungen 8: 150 – 156.
- Wachmann, E. , A. Melber & J. Deckert 2006: Wanzen Band 1. Dipsocoromorpha, Nepomorpha, Gerromorpha, Leptopodomorpha, Cimicomorpha (Teil 1) – Die Tierwelt Deutschlands 77.
Autor(-en): Michael Münch. Letzte Änderung am 28.03.2025