Hochmoorbläuling (Agriades optilete (Knoch, 1781))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Vorderflügellänge bis 14–16 mm.

Flügeloberseiten der Männchen mit lilablauen Flügeln, Weibchen braun und von der Flügelbasis mit mehr oder weniger ausgedehnter blauer Färbung.

Flügelunterseiten beider Geschlechter grau, mit schwarzen, weiß umrandeten Punkten; Hinterflügel vor dem Ende mit einem glänzenden blauen Randfleck, der basalwärts von einem orangen Fleck begrenzt ist.

Ähnliche Art: Die Silberfleckbläulinge Plebejus argus und Plebejus idas mit mehreren glänzend blauen Randflecken sowie einer orangen Fleckenreihe.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Gesetzlicher Schutz (BArtSchV, BNatSchG): besonders geschützt
Rote Liste Sachsen: vom Aussterben bedroht
Rote Liste Deutschland: stark gefährdet

Merkmale

Verbreitung

Von Nord- und Mitteleuropa mit den Alpen reicht das Vorkommen östlich bis Japan (Tolman & Lewington 1998; Reinhardt et al. 2014). In Nordamerika in Manitoba und im nordwestlichen Teil von Ontario (Hall et al. 2014). In Deutschland von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und den ostdeutschen Ländern über Ostbayern zu den Alpen und dem Schwarzwald; die westliche Verbreitungsgrenze verläuft durch Deutschland, so dass die Art bereits in Teilen des westlichen Deutschlands fehlt.

Lebensweise

Lebensräume

Bestandssituation

Im sächsischen Flachland sind alle Populationen ausgestorben; aktuelle Vorkommen gibt es nur noch im oberen Erzgebirge und bei Bad Brambach im Vogtland (Reinardt et al. 2014).

Literatur

  • Hall, P. W., C. D. Jones, A. Guidotti & B. Hubley 2014: Butterflies of Ontario. – Royal Ontario Museum, Toronto. 488 S.
  • Reinhardt, R., G. Kuna, V. Wachlin, P. Schmidt, I. Landeck & S. Pollrich 2014: Beiträge zur Insektenfauna Ostdeutschlands: Hochmoor-Bläuling Plebejus optilete (Knoch, 1781) (Lepidoptera, Lycaenidae). – Entomologische Nachrichten und Berichte 58 (3): 211–221.
  • Tolman, T. & R. Lewington 1998: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. – Franckh-Kosmos, Stuttgart. 319 S., 104 Tafeln. (Übersetzung und fachliche Bearbeitung der 1. Aufl. von M. Nuss; 2. Aufl. 2012 von Heidrun Melzer).

Links

 

Autor(-en): Matthias Nuß. Letzte Änderung am 08.03.2021

Hochmoorbläuling Anfang Juli 2016 im Grambower Hochmoor (Meckl.)
(© Matthias Nuß)


Hochmoorbläuling Anfang Juli 2016 im Grambower Hochmoor (Meckl.)
(© Matthias Nuß)


bei Satzung, 23.07.2013
(© Wolfgang Dietrich)
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