Coleophora variicornis Toll, 1952

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Vorderflügellänge: 4,5–5 mm.

Kopf, Thorax und Vorderflügel oberseits metallisch olivgrün, von kupfer- bis bronzefarben glänzend.

Kopf: Fühler auf ihrem basalen Drittel durch metallisch braune bis violette Schuppen verdickt, der äußere Teil deutlich schwarz und weiß geringelt.

Ähnliche Art: Von der aus Deutschland nicht bekannten Coleophora hieronella nur durch Genitalmerkmale zu unterscheiden: Die Männchen besitzen an der Costa der Valven keine makroskopische Saeta; die Weibchen weisen spitzere ventrale Enden des Segments 8, die längeren Apophyses anteriores eichen bis an der Vorderrand des Colliculums sowie zwischen Ductus seminalis und Colliculum ist der Ductus bursae nicht deutlich dünner.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Verbreitung

C. variicornis ist aus Albanien, Kroatien, Mazedonien, Italien, Bulgarien und Deutschland bekannt.

Lebensweise

Die Larven wurden bislang nicht beobachtet. Falter wurden aus Trifolium pratense (Stübner & Nuss 2003) und T. arvense (Graf) gekeschert.

Lebensräume

Auf sandigen Böden mit Beständen von Trifolium pratense und T. arvense.

Bestandssituation

C. variicornis ist in einigen Gebieten Brandenburgs und Sachsens die häufigste Art der Coleophora trifolii Artengruppe. Erstnachweis aus Bayern durch Segerer et al. 2015)

Literatur

  • Nuss M. & A. Stübner 2003: Coleophora variicornis Toll, 1952 stat. rev. is a distinct species occurring in Central Europe (Coleophoridae). – Nota lepidopterologica 26: 27–34.
  • Segerer, A. H., A. Haslberger, R. Heindel, T. Grünewald & P. Lichtmannecker 20015: Erstfunde faunistisch signifikanter Schmetterlingsarten in Deutschland und Bayern (8. Beitrag zur genetischen Re-Identifizierung heimischer Lepidoptera) (Insecta: Lepidoptera: Nepticulidae, Gelechiidae, Coleophoridae, Tortricidae). – Nachrichtenblatt der bayerischen Entomologen 64 (3/4): 70–76.
Autor(-en): Matthias Nuß. Letzte Änderung am 17.02.2026

Tagebaurekultivierungsgebiet der Umgebung Findlingspark Nochten im Juni 2012. Falter aus Beständen des Hasenklees (Trifolium arvense)
(© Friedmar Graf)


Reichwalde an Hasen-Klee (Trifolium arvense), 22. Juni 2014
(© Friedmar Graf)


Reichwalde an Hasen-Klee (Trifolium arvense), 22. Juni 2014
(© Friedmar Graf)


extensiv genutztes Grünland bei Spreewiese, Anfang Juli 2018
(© Friedmar Graf)


Burg - Bórk, Landkreis Bautzen, 15. Juni 2025
(© Friedmar Graf)


Knappenrode - Hórnikecy, Landkreis Bautzen 13. Juni 2025
(© Friedmar Graf)


Männliches Genital von Coleophora variicornis. Knappenrode - Hórnikecy, Landkreis Bautzen 13. Juni 2025
(© Friedmar Graf)


Weibliches Genital von Coleophora variicornis (prep. F. Graf). Tagebaurekultivierungsgebiet Umgebung Findlingspark Nochten, Juni 2012
(© Friedmar Graf)
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