Stigmella nivenburgensis (Preissecker, 1942)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

–

Merkmale

Verbreitung

Johansson et al. (1990) geben Griechenland, Ungarn, Italien, Österreich und Polen an. Die Übersicht in Fauna Europaea zeigt inzwischen Nachweise aus 15 Ländern nördlich bis nach Litauen (so auch Tschechien, Niederlande, Frankreich und Belgien).
S. nivenburgensis ist aus Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen bekannt. Über die Hälfte der Funde liegen in Sachsen.

Lebensweise

Die Art lebt minierend in Weidenblättern. Es werden schmalblättrige Arten besiedelt. In Sachsen wurde sie an Salix alba (Silber-Weide), Salix fragilis (Bruch-Weide), Salix triandra L. (Mandel-Weide), Salix babylonica-Hybriden (Trauer-Weiden) und Salix matsudana ‚Tortuosa‘ (Korkenzieher-Weide) gefunden.  Bei den Angaben zu Salix fragilis kann es sich teilweise auch um deren Hybriden (Salix x rubens) handeln. Die Eiablage erfolgt auf der Blattunterseite. Die typische Gangmine beginnt meist an der Mittelrippe der Blätter, verläuft an ihr auf der Blattunterseite entlang und zweigt dann entlang eines Seitennervs ab. Die Mine ist sehr schmal und mittig mit Kot gefüllt. Das Minenende ist im Gegensatz zu S. salicis und S. obliquella nicht wesentlich verbreitert. Die Mine ist deutlich länger als bei diesen beiden Arten. Nur selten werden die Eier an der Blattbasis positioniert und die Mine entlang des Blattrandes angelegt. Die Eiablage auf der Blattfläche und die Mine in Richtung Mittelrippe sind ebenfalls eine Ausnahme. Es werden zwei Generationen im Jahr gebildet. Die Raupe verlässt die Mine und verpuppt sich in einem braunen Kokon in der Bodenstreu.

Lebensräume

Die Art besiedelt Weiden an Flussläufen, aber auch angepflanzte Bäume in Ortslagen.

Bestandssituation

Literatur

  • Sobczyk, T. 2019: Stigmella nivenburgensis (Preissecker, 1942), eine für Sachsen neue Nepticulidae (Lepidoptera) mit Anmerkungen zur Verbreitung in Deutschland. – Sächsische Entomologische Zeitschrift 10: 15–18.
Autor(-en): Matthias Nuß, Thomas Sobczyk. Letzte Änderung am 23.07.2020
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