Gartenhummel (Bombus hortorum (Linnaeus, 1761))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose


Köper schwarz, mit drei gelben Streifen, einen vorn und einen hinten am Thorax sowie einen dritten am Vorderende des Hinterleibs; Ende des Hinterleibs weiß. 

In der Färbung ähnelt die Art der deutlich selteneren Feldhummel Bombus ruderatus (Fabricius, 1775) und Tonerdhummel Bombus argillaceus (Scopoli, 1763). Von ersterer ist die Gartenhummel durch eine unterschiedliche Länge der Thoraxbehaarung (sie wirkt im Gesamteindruck dadurch etwas struppiger) und eine meist durchgehende gelbe Binde des ersten Hinterleibabschnittes, die oft auch auf die Basis des zweiten Abschnittes ausgedehnt ist, zu unterscheiden. Die Vorderkante der zweiten gelben Thorax-Binde (auf dem Scutellum) ist eher gebogen, während die der Feldhummel gerade ist. Währende diese Merkmale bei Königinnen meist gut ausgebildet sind, sind Arbeiterinnen und Männchen morphologisch schwer oder gar nicht zu unterscheiden. In beiden Arten können zudem Schwärzlinge auftreten.  Die Tonerdhummel unterscheidet sich von der Garten- und Feldhummel durch die dunklere Flügelfärbung und das im Vergleich schmälere schwarze Band auf dem Thorax. Alle drei Arten besitzen breite Kiefer wodurch sie ein langgestrecktes Gesicht aufweisen.

Mit kürzerem Gesicht, aber ebenfalls zwei gelben Binden auf dem Thorax ist auch eine Verwechslung mit Bombus subterraneus (Linnaeus 1758),der Heidehummel Bombus jonellus (Kirby, 1802) und Bombus semenoviellus Skorikov, 1910 möglich.  Die in ihren Nestern lebende Kuckuckshummel Bombus barbutellus (Kirby, 1802), die  Bärtige Kuckuckshummel, unterschiedet sich von der Gartenhummel durch dunklere Flügel und das Fehlen der Sammeleinrichtung der Königinnen.   



Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Verbreitung

Lebensweise

Lebensräume

Bestandssituation

Literatur

Autor(-en): Matthias Nuß, Daniela Warzecha. Letzte Änderung am 12.01.2022

Farbvarianten von Bombus hortorum nach Gokcezade et al. (2010). Neben diesen Varianten treten häufig melanistische Individuen auf, bei denen die gelben Querbinden fast komplett reduziert sind.


Bombus hortorum im Bahretal im Juni 2012
(© Annegret Herzog und Stefan Rothe)


Arbeiterin von Bombus hortorum in Dresden, August 2013. Besonders dunkle Farbvariante mit wenigen gelben Härchen auf dem Mesosoma und schmutzig-weißem Abdomenende.
(© Annegret Herzog und Stefan Rothe)


Arbeiterin von Bombus hortorum in Dresden, August 2013. Besonders dunkle Farbvariante mit wenigen gelben Härchen auf dem Mesosoma und schmutzig-weißem Abdomenende. Der sehr lange Kopf dieser Art ist hier gut zu erkennen.
(© Annegret Herzog und Stefan Rothe)


Bombus hortorum, Königin
(© Wolf-Harald Liebig)
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