Aedes pionips (Dyar, 1919)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Kopf: Rüssel und Palpen ausschließlich dunkel, Hinterkopf überwiegend gelblich beschuppt.

Thorax: dorsal ein dunkles Längsband, das von aufrechten gelben Schuppen umgeben ist. Hypostigma ohne Schuppen. Membran hinter der Hüfte (Coxa) der Vorderbeine mit Schuppenfeld.

Hinterleib: dunkel mit hellen, gleichmäßig breiten oder in der Mitte leicht verjüngten Bändern an der Basis der Tergite.

Ähnliche Arten: Gemeine Mücke (Aedes communis) ohne Schuppen auf der Hüftmembran.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Verbreitung

Circumpolar und boreo-montan (GBIF; PESI; Wilkerson et al. 2021, Bd. 1: 56, Bd. 2: 768).

Lebensweise

Die Eier überwintern in Bodenvertiefungen. Wenn diese sich im Frühjahr mit Schmelzwasser füllen schlüpfen die Larven. Die Larvalentwicklung dauert länger als bei anderen einheimischen Stechmückenarten (Lindström & Eklöf 2022).

Lebensräume

Bodenvertiefungen, die sich im Frühjahr mit Schmelzwasser füllen, in feuchten Nadelwäldern und in der Tundra (Lindström & Eklöf 2022) sowie mit Sphagnum bewachsene Wasserstellen in Hochmooren (Kuhlisch 2022).

Bestandssituation

Der Erstnachweis für Deutschland und Sachsen erfolgte 2021 im Georgenfelder Hochmoor bei Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge (Kuhlisch 2022).

Literatur

  • Becker N., D. Petric , M. Zgomba, C. Boase, C. Dahl, M. Madon &. A. Kaiser 2010 (2. Aufl.): Mosquitoes and their control. – Springer Heidelberg Dordrecht London New York, New York, 577 S.
  • Kuhlisch, C. 2022: Discovery of Aedes (Ochlerotatus) pionips Dyar, 1919 (Diptera, Culicidae) in Germany. – Check List 18 (4): 897–906.
  • Lindström, A. & D. Eklöf 2022: Stickmyggor i Nordeuropa – en fälthandbok. – Entomologiska föreningen i Stockholm, 208 S.
  • Mohrig, W. 1967: Die taxonomische Bedeutung der Struktur weiblicher Genitalien im Culiciden-Tribus Aedini. – Wiadomo ci Parazytologicznc, Gdansk 13 (4–5): 563–564.
  • Wilkerson, R. C., Y.-M. Linton & D. Strickman 2021: Mosquitoes of the world. – Johns Hopkins University, Baltimore. Band 1: X+599 S., Band 2: S. I–XI, 600–1308.
Autor(-en): Matthias Nuß. Letzte Änderung am 05.08.2025
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