Dicyphus epilobii Reuter, 1883

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Die Unterscheidung der Arten der Gattung Dicyphus ist nicht einfach und erfordert oft im Falle der schwarz behaarten Arten mit hellem Kopf meist die Untersuchung der Genitalien männlicher Tiere. Insgesamt ist Dicyphus epilobii eine sehr hell und kontrastarm gefärbte Dicyphus-Art.

Verbreitung

Die Art zeigt eine subatlantische Verbreitung innerhalb Europas. Von West- über Mitteleuropa bis in die Karpaten vorkommend reicht die Verbreitung bis in den nördlichen Mittelmeerraum.

Vorkommen in Sachsen

Die Art ist in Sachsen weit verbreitet und mäßig häufig. Sie kann bei gezielter Nachsuche an Rauhhaarweidenröschen (Epilobium hirsutum) vielerorts nachgewiesen werden.

Lebensweise

Die Art lebt ausschließlich an Rauhhaarigem Weidenröschen (Epilobium hirsutum). Nach der Überwinterung der erwachsenen Tiere erfolgt die Eiablage. Larven sind im Frühsommer, erwachsene Tiere der neuen Generation dann ab Juli auf der Futterpflanze anzutreffen. Die Ernährung ist zoophytophag.

Lebensräume

Besiedelt werden feuchte Hochstaudenfluren und Säume mit Vorkommen von Rauhhaarigem Weidenröschen (Epilobium hirsutum). Auch entlang von verlandeten Gräben oder auf verlandeten, völlig zugewachsenen ehemaligen Teichen konnte die Art bei Vorkommen der bevorzugten Futterpflanze in teilweise großen Anzahlen nachgewiesen werden. Es existieren auch vereinzelte Funde unter Nennung anderer Weidenröschen-Arten.

Bestandssituation

Die Art ist in Sachsen mäßig häufig und ungefährdet.

Literatur

  • Arnold, Kurt (2005): Aktuelle Heteropteren-Funde nach 1980 aus dem Freistaat Sachsen (Insecta: Hemiptera) - 2. Beitrag - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 25: 79-89
  • Arnold, Kurt (2009): Aktuelle Heteropteren-Funde nach 1980 aus dem Freistaat Sachsen (Insecta: Heteroptera) - 5. Beitrag - Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 4-115
  • Arnold, Kurt (2009): Checkliste der Heteropteren des Freistaates Sachsen - Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 116-145
  • Jordan, K. H. C. (1963): Die Heteropterenfauna Sachsens - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1: 1-68
  • Jordan, K. H. C. (1973): Ergänzungen zur "Heteropterenfauna Sachsens" (1963) (Hemiptera, Heteroptera) - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 4 (17): 151-155
  • Wachmann, Ekkehard & Melber, Albert & Deckert, Jürgen (2004): Wanzen Band 2. Cimicomorpha. Microphysidae (Flechtenwanzen) Miridae (Weichwanzen). - Die Tierwelt Deutschlands 75
  • Wachmann, Ekkehard & Melber, Albert & Deckert, Jürgen (2012): Wanzen Band 5. Supplementband. Dipsocoromorpha, Nepomorpha, Gerromorpha, Leptopodomorpha, Cimicomorpha und Pentatomomorpha. - Die Tierwelt Deutschlands 82
  • Wagner, Eduard (1952): Blindwanzen oder Miriden. In: Dahl, F., Dahl, M. & H. Bischoff (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile - Gustav Fischer Verlag Jena 41
  • Wagner, Eduard (1974): Die Miridae Hahn, 1831, des Mittelmeerraumes und der Makronesischen Inseln (Hemiptera, Heteroptera). Teil 1 - Entomologische Abhandlungen Museum für Tierkunde Dresden Dresden Supplement 37: i-iii, 1-484
Autor(-en): Michael Münch. Letzte Änderung am 12.04.2013

Dicyphus epilobii, weibliches Tier, Waldheim, Zschopauaue nördlich Kläranlage (Deutschland, Sachsen, Landkreis Mittelsachsen), 14.07.2009
(© Michael Münch)
Login
Termine (Archiv)
Statistik
  • 367430 Beobachtungen
  • 168475 Onlinemeldungen
  • 2722 Steckbriefe
  • 116641 Fotos
  • 7537 Arten mit Fund
  • 5087 Arten mit Fotos

      

Verwendung von Cookies

Wir verwenden Cookies ausschließlich, um diese Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.