Deraeocoris trifasciatus (Linnaeus, 1767)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

–

Merkmale

Mit 8,5 bis 12 mm Größe ist Deraeocoris trifaciatus die größte heimische Deraeocoris-Art. Sie tritt in rein roten, in rot-schwarz gefärbten Varianten und in einer kompletten schwarzen Form auf. Sie besitzt einen filzigen Halsring und schwarze Stickdrüsenöffnungen. Der Kopf ist im Vergleich zur ebenfalls recht großen Deraeocoris olivaceus stets schwarz gefärbt. Bei Deraeocoris olivaceus ist der Kopf rötlich.

Verbreitung

Das Areal der erstreckt sich von Mitteleuropa und dem nördlichen Mittelmeerraum bis Osteuropa, zum Kaukasus und nach Kleinasien.

Vorkommen in Sachsen

Deraeocoris trifasciatus ist im ganzen Land zerstreut verbreitet - jedoch nirgens wirklich häufig nachgewiesen.

Lebensweise

Die Art lebt räuberisch vorallem von Balttläusen, Blattflöhen sowie Schmetterlingsraupen. Die Larven schlüpfen nach der Eiüberwinterung im Mai oder Juni - erwachsene Tiere sind dann frühestens ab Mitte Juni zu finden. Im Gegensatz zu den anderen Deraeocoris-Arten werden oft nur in Einzeltiere gefunden.

Lebensräume

Die Art lebt auf verschiedenen Gehölzen, sowohl in Wäldern, als auch an einzelnen Bäumen.

Bestandssituation

Die Art ist in Sachsen selten und muss als stark gefährdet angesehen werden.

Literatur

  • Arndt, Erik & Bernhard, Detlef & Jesche, Claudia & Kupillas, Sven (2007): Species diversity and tree association of Heteroptera (Insecta) in the canopy of a Quercus-Fraxinus-Tilia floodplain forest. In: Unterseher, M., Morawetz, W., Klotz, S. and Arndt, E
  • Arnold, Kurt (2009): Aktuelle Heteropteren-Funde nach 1980 aus dem Freistaat Sachsen (Insecta: Heteroptera) - 5. Beitrag - Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 4-115
  • Arnold, Kurt (2009): Checkliste der Heteropteren des Freistaates Sachsen - Mitteilungen Sächsischer Entomologen Entomofaunistische Gesellschaft e.V. LV Sachsen Supplement 8: 116-145
  • Büttner, Kurt (1967): Die Heteropterenfauna Westsachsens, Nachtrag - Entomologische Nachrichten Dresden 11: 7-10
  • Büttner, Kurt & Wetzel, Curt (1964): Die Heteropterenfauna Westsachsens - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1 (2): 69-100
  • Cohrs, Christoph & Kleindienst, Clemens (1934): Hemiptera-Heteroptera (Wanzen) Zentralsachsens - Berichte der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz Chemnitz 24: 143-182
  • Jordan, K. H. C. (1940): Die Heteropterenfauna der Oberlausitz und Ostsachsens - Isis Budissina Bautzen 14: 96-156
  • Jordan, K. H. C. (1953): Neue Funde und Beobachtungen zur Heteropterenfauna der Oberlausitz und Ostsachsens. - Natura lusatica 1: 2-17
  • Jordan, K. H. C. (1963): Die Heteropterenfauna Sachsens - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 1: 1-68
  • Jordan, K. H. C. (1973): Ergänzungen zur "Heteropterenfauna Sachsens" (1963) (Hemiptera, Heteroptera) - Faunistische Abhandlungen Staatliches Museum für Tierkunde Dresden 4 (17): 151-155
  • Michalk, Otto (1938): Die Wanzen (Hemiptera heteroptera) der Leipziger Tieflandsbucht und der angrenzenden Gebiete, zugleich eine kritische Zusammenstellung aller deutschen Arten - Sitzungsberichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig 63/64: 15-18
  • Schuhmacher, Friedrich (1919): Verzeichnis der bei Schandau in der Sächsischen Schweiz beobachteten Hemipteren - Entomologische Mitteilungen 8: 150 – 156
  • Wachmann, Ekkehard & Melber, Albert & Deckert, Jürgen (2004): Wanzen Band 2. Cimicomorpha. Microphysidae (Flechtenwanzen) Miridae (Weichwanzen). - Die Tierwelt Deutschlands 75
  • Wagner, Eduard (1952): Blindwanzen oder Miriden. In: Dahl, F., Dahl, M. & H. Bischoff (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile - Gustav Fischer Verlag Jena 41
  • Wagner, Eduard (1974): Die Miridae Hahn, 1831, des Mittelmeerraumes und der Makronesischen Inseln (Hemiptera, Heteroptera). Teil 1 - Entomologische Abhandlungen Museum für Tierkunde Dresden Dresden Supplement 37: i-iii, 1-484
Autor(-en): Michael Münch. Letzte Änderung am 30.03.2013

Deraeocoris trifasciatus, rot-schwarze Farbmorphe, Crimmitschau, Sahnpark, Waldrand südöstlich des Tiergeheges (Deutschland, Sachsen, Landkreis Zwickau), 15.06.2008
(© Michael Münch)


Deraeocoris trifasciatus, komplett schwarze Farbvariante, Thale, Ortsteil Stecklenberg, Gelände Ruine Große Lauenburg (Deutschland, Sachsen-Anhalt, Harzkreis), 26.05.2011
(© Michael Münch)
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