Stenodema calcarata (Fallen, 1807)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen Druckansicht

Diagnose

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Merkmale

Die Arten der Gattung Stenodema unterscheiden sich von den Schwestergattungen Acetropis durch die Längsfurche auf dem Kopf (Scheitel) und von den anderen Stenodemini ( Megaloceroea, Notostira, Teratocoris, Leptopterna ) durch das punktierte Schildchen. Innerhalb der sächsischen Vertreter der Gattung Stenodema erkennt man Stenodema calcarata and den gezähnten Hinterschenkeln, welche am äusseren Ende mehrere nach hinten gerichte leicht gebogene Stacheln aufweisen.

Verbreitung

Das Areal umfaßt ganz Europa und reicht nach Nordafrika, in den Nahen Osten und bis China, Korea sowie Japan.

Vorkommen in Sachsen

Stenodema calcarata ist in Sachsen weit verbreitet und sehr häufig. In den oberen Gebirgslagen werden die Funde etwas spärlicher - die höchsten nachweise liegen derzeit bei 850m Höhenlage.

Lebensweise

Wie alle Arten der Gattung Stenodema überwintert Stenodema calcarata als erwachsenes Tier. Sie bildet pro Jahr ein bis zwei Generationen aus, so dass Larven sowohl im Mai / Juni als auch im August /september gefunden werden und Imagines das ganze Jahr über gefunden werden können. Sie ernährt sich von verschiedenen Gräsern, dabei kommen sowohl Süßgraser (Poaceae) als auch Sauergräser (Cyperaceae) und Binsengewächse (Juncaea) in Frage.

Lebensräume

Stenodema calcarata besiedelt feuchte bis nasse Wiesenstandorte und Moore. Sie kommt nur ausnahmsweise in trockenen Wiesen vor. Nur zur Überwinterung sucht sie stets trockene Waldränder oder Säume auf. Sie ist von allen Arten der Gattung Stenodema die Art, welche die feuchtesten Lebensräume besiedelt.

Bestandssituation

Die Art ist in Sachsen sehr häufig und ungefährdet.

Literatur

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  • Wagner, Eduard (1952): Blindwanzen oder Miriden. In: Dahl, F., Dahl, M. & H. Bischoff (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile - Gustav Fischer Verlag Jena 41
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Autor(-en): Michael Münch. Letzte Änderung am 15.04.2013

Stenodema calcarata, Blieschow, Ackersaum nördlich Haltepunkt Garftitz (Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Rügen), 16.06.2009
(© Michael Münch)
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