Tagpfauenauge (Aglais io (Linnaeus, 1758))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen

Diagnose

Vorderflügellänge 28–33 mm.

Flügeloberseiten rotbraun, jeder Flügel mit einem basal schwarz begrenztem Pfauenauge (Name!), auf den Vorderflügeln mit hellgelbem, auf den Hinterflügeln mit hellbraunem Ring.

Flügelunterseiten schwarz marmoriert.

Die Art ist unverwechselbar.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

Gesetzlicher Schutz (BArtSchV, BNatSchG): Nicht besonders geschützt
Rote Liste Sachsen (Reinhardt 2007): ungefährdet
Rote Liste Deutschland (Reinhardt & Bolz et al. 2012): ungefährdet

Merkmale

Flügelspannweite etwa 6 cm. Flügel oberseits braunrot gefärbt, am Vorderand mit einer gelb-schwarzen Zeichnung sowie dem hellgelb und blau gerandetem Auge. Hinterflügel mit blau gefülltem Auge. Die Flügelunterseiten sind dunkelbraun bis schwarz gezeichnet.

Die schwarzen Larven besitzen kleine weiße Punkte und stachelförmige Dornen. Im Unterschied zu den Larven des Kleinen Fuchses (Aglais urticae) sind die Bauchfüße orange gefärbt.

Verbreitung

Gemäßigtes Eurasien, vom Atlantik bis zum Pazifik.
1997 wurde erstmalig in Tagpfauenauge in der Nähe des Hafens von Montreal (Kanada) gesichtet und es gab seit dem wiederholt Nachweise aus der Umgebung der Stadt, so dass davon ausgegangen wird, dass es dort eine bodenständige Population gibt (Hall et al. 2014).

Lebensweise

Die Larven leben gesellig an Brennesseln und Hopfen.
Das Überwinterungsstadium ist der Falter.

Lebensräume

Bestandssituation

In Sachsen weit verbreitet. Die Häufigkeit kann jahrweise sehr unterschiedlich sein.

Literatur

  • Hall, P. W., C. D. Jones, A. Guidotti & B. Hubley 2014: Butterflies of Ontario. – Royal Ontario Museum, Toronto. 488 S.
  • Reinhardt, R. & P. Richter 1978: Zur ökologischen Isolierung der an Brennessel (Urtica dioica L.) lebenden Nymphaliden. – Entomologische Berichte, Berlin 1978: 43–50.
  • Roer, H. 1965: Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral. – Die Neue Brehm-Bücherei 348. A. Ziemsen Verlag, Wittenberg-Lutherstadt. 74 S.

Links

 

Autor(-en): Matthias Nuß, Bernd-Jürgen Kurze. Letzte Änderung am 15.05.2018

Tagpfauenauge an Belgien-Astern saugend. Hirschfeld OT Niedercrinitz im Oktober 2011
(© Joachim Kupfer)


Tagpfauenauge am 15.08.2012 bei Zinnwald-Georgenfeld, Weg zum Hochmoor
(© Eva-Maria Bäßler)


Raupe vom Tagpfauenauge vom 24.06.2012, gefunden im Gelände um den Dippelsdorfer Teich
(© Eva-Maria Bäßler)


Larven des Tagpfauenauges an Brennessel in Okrilla (Kreis Meißen) im August 2012
(© Udo Lemke)


Puppe des Tagpfauenauges, Lohsa (Sachsen) nördl. Ratzener Teiche, Tagebaufolgelandschaft, Ruderalfläche 23.08.2017
(© Jürgen Richter)


Tagpfauenaugen-Raupen, September 2013, Radeberg.
(© Tilmann Adler)
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