Großer Waldportier (Hipparchia fagi (Scopoli, 1763))

DE Deutschland

Diagnose

Flügeloberseiten dunkelbraun, jeweils mit kontrastarmer, bräunlich weißer Binde, die von dunklen Adern durchzogen ist, Männchen mit einem Augenfleck in der Vorderflügelspitze, Weibchen mit einem weiteren Augenfleck vor dem Hinterrand des Hinterflügels; Innenrand der weißlichen Binde auf dem Hinterflügel gleichmäßig gebogen.

Flügelunterseiten mit kontrastreicheren weißen Binden und Augenflecken, der Hinterflügel marmoriert.

Ähnliche Art: Der Große Waldportier ist nicht immer vom Kleinen Waldportier Hipparchia hermione, mit dem er manchmal gemeinsam in der Natur vorkommt, nach äußeren Merkmalen unterscheidbar.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

–

Merkmale

Das Jullienische Organ des Großen Waldportiers besitzt 2 x 2–3 Stäbchenschuppen.

Verbreitung

Eine europäische Art, die in Asien und Afrika fehlt. Von Nordspanien bis etwa 50°N in Deutschland und östlich bis Südrussland (Bräu et al. 2013). 

Lebensweise

Lebensräume

Bestandssituation

In Deutschland nur noch am Kaiserstuhl (Settele et al. 2015).

Literatur

  • Bräu, M., R. Bolz, H. Kolbeck, A. Nunner, J. Voith & W. Wolf 2013: Tagfalter in Bayern. – Eugen Ulmer, Stuttgart. 781 S.
  • Pinzari, M. & V. Sbordoni 2013: Species and mate recognition in two sympatric Grayling butterflies: Hipparchia fagi and H. hermione genava (Lepidoptera). – Ethology Ecology and Evolution 25 (1): 28–51.
  • Settele, J., Steiner, R., Reinhardt, R., Feldmann, R. & G. Hermann 2015 (3. Aufl.): Schmetterlinge. Die Tagfalter Deutschlands. – Ulmer, Stuttgart. 256 S.

 

Autor(-en): Matthias Nuß. Letzte Änderung am 28.02.2018

Großer Waldportier im Juli 2015 auf dem Mont Salève in Frankreich
(© Matthias Nuß)


Jullien'sches Organ am Abdominaltergit 8 des Männchens des Großen Waldportiers. Bulgarien, West-Rhodopen, Lödzene, 900–1100 m, 25.07.1939, leg. Ebert. Coll. Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden. Prep. MTD 20 Jennifer Wintergerst.
(© Jennifer Wintergerst & Matthias Nuß)


Männliches Genital von Hipparchia fagi. Bulgarien, West-Rhodopen, Lödzene, 900–1100 m, 25.07.1939, leg. Ebert. Coll. Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden. Prep. MTD 20 Jennifer Wintergerst.
(© Jennifer Wintergerst & Matthias Nuß)


Phallus von Hipparchia fagi. Bulgarien, West-Rhodopen, Lödzene, 900–1100 m, 25.07.1939, leg. Ebert. Coll. Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden. Prep. MTD 20 Jennifer Wintergerst.
(© Jennifer Wintergerst & Matthias Nuß)
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