Ectoedemia louisella (Sircom, 1849)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen

Diagnose

Die Falter von Etainia louisella weisen eine Flügelspannweite von 5,5 bis 6,5 mm auf. Die Flügel sind schwarz und weiß beschuppt. Die Falter sind kaum von E. sericopeza zu trennen. Beide Arten unterscheiden sich eindeutig durch die Nahrungspflanzen. Während E. louisella ausschließlich an Feld-Ahorn (Acer campestre) lebt, besiedelt E. sericopeza nur Spitz-Ahorn (Acer platanoides). Dadurch können Raupenfunde und die oft an Stämmen befindlichen Puppengespinste sowie daran sitzende Falter zugordnet werden.

Gesetzlicher Schutz und Rote Liste

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Merkmale

Verbreitung

Lebensweise

E. louisella bildet zwei Generationen im Jahr. Die Raupen zählen zu den Minierern. Im Herbst werden die Eier an der Basis von Knospen abgelegt und die Raupe bohrt sich ein. Bis zum Frühjahr ist die Knospe ausgehöhlt und stirbt ab. Die Raupe wechselt zu einer weiteren Knospe oder frisst an der Basis der ersten Knospe einen ringförmigen Gang. Dabei schädigt sie manchmal den Austrieb nebenstehender Knospen, die dadurch welken. Selten frisst sich die Raupe in einen der frischen Austriebe. Erwachsen verlässt sie die Fraßstelle und verpuppt sich an Zweigen, dem Stamm oder am Boden. Die Falter dieser Generation schlüpfen im Mai und Juni und legen ihre Eier an den Flügelfrüchten des Feld-Ahorns. Die Raupen minieren einen Gang zur Frucht und fressen darin. Zur Verpuppung verlassen sie die Stelle. Die Falter dieser zweiten Generation fliegen im August und September.

Lebensräume

Einzige Nahrungspflanze ist der Feld-Ahorn. Mit ihm ist E. louisella in Städten, Parks und Anpflanzungen verbreitet. Besiedelt werden vor allem beschattete Bereiche der Bäume und Sträucher.

Bestandssituation

E. louisella wurde aktuell 1999 in Sachsen (Hinterhermsdorf, 11.6.1999, leg. Stübner) gefunden (Graf et al. 2001). Durch gezielte Suche in der Oberlausitz konnte sie an mehreren Orten ab 2016 nachgewiesen werden. Sie scheint in den meisten Beständen des Feld-Ahorns vorzukommen und besiedelt selbst Anpflanzungen in Städten.

Literatur

Autor(-en): Thomas Sobczyk. Letzte Änderung am 19.04.2017
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