In dieser Rubrik findest du Insekten, die aktuell oder in nächster Zeit um dich herum zu beobachten sind. Achte beim nächsten Spaziergang darauf, ob du sie beobachten kannst und teile uns Deine Beobachtung mit. Nach der Prüfung durch einen unserer Experten erscheint deine Meldung in der interaktiven Karte der jeweiligen Art.
Maikäfer Frühling 2013
30.05.2013 - 10.06.2013

Flugsaison: Ende April bis Anfang Juni
In Deutschland kommen drei Maikäferarten vor, die häufig verwechselt werden,
obwohl sie nach äußeren Merkmalen unterschieden werden können: der
Feldmaikäfer, der
Waldmaikäfer sowie der seltene
Melolontha pectoralis.
Allen drei Arten ist gemeinsam, dass sie an den Seiten des Hinterleibes, unterhalb der Flügel eine Reihe weißer Dreiecke aufweisen. Ähnlichen Arten wie dem Junikäfer fehlt dieses Muster. Die drei in Mitteleuropa vorkommenden Maikäferarten lassen sich am besten an ihrer Hinterleibsspitze (Pygidium) unterscheiden: Diese ist beim Waldmaikäfer schmal und endet in einem knotigen Fortsatz, beim Feldmaikäfer bildet sie einen lanzettartigen Fortsatz ohne Knoten und ist fein behaart sowie bei M. pectoralis doppelt behaart, beim Männchen wenig und schmal verlängert und beim Weibchen kurz und stumpf. Zur Erkennung dieser Merkmale ist eine einfache Lupe sehr hilfreich!
Seit 2011 rufen wir an dieser Stelle in jedem Frühjahr dazu auf, Beobachtungen von Maikäfern zu melden. Bislang wurden nur sehr wenige Individuen gesichtet. Aber liegt es daran, dass Maikäfer wirklich selten sind oder waren die beiden vergangenen Jahre nur keine Maikäferjahre? Die Tiere haben einen mehrjährigen Entwicklungszyklus und treten nur alle drei bis vier Jahre häufig(-er) auf. Vielleicht in diesem oder im nächsten Jahr? Um das zu erfahren, ist weiterhin die Mitarbeit vieler Naturfreunde erforderlich.
Früher waren Maikäfer sehr häufig und traten gelegentlich in großen Massen auf, wobei die Käfer durchaus ganze Wälder entlaubten. Während der umfangreichen chemischen Bekämpfungsmaßnahmen in den 1950er und 1960er Jahren sind die Populationen der Maikäfer in Mitteleuropa eingebrochen. 1974 schrieb Reinhard Mey darauf sein bekanntes Lied "Es gibt keine Maikäfer mehr". Seit dem sind Maikäfer in einigen Gebieten wieder etwas häufiger geworden, doch fehlen bislang neuere systematische Untersuchungen zur Situation in Sachsen. Deshalb haben wir die Maikäfer für unsere Mitmachaktion ausgewählt. Mach mit und melde uns deine Beobachtungen.
Aurorafalter Frühling 2013
09.05.2013 - 31.05.2013
Flugsaison: Ende März bis Anfang Juni
Wenn der Aurorafalter fliegt, hat der Frühling Einzug gehalten. Es grünt und die Obstbäume stehen in voller Blüte. Die Männchen des
Aurorafalters besitzen auf den Vorderflügeln
große orangefarbene Flecken, an denen sie auch im Flug zweifelsfrei von allen anderen bei uns heimischen Schmetterlingsarten unterschieden werden können. Seit dem Frühling 2011 schenken wir auf "Insekten-Sachsen" dem Aurorafalter besondere Aufmerksamkeit. Zu keiner anderen Insektenart werden uns so viele Beobachtungen mitgeteilt.
Hier kannst auch Du uns Deine Beobachtungen mitteilen.
Feuerwanze 2013
14.03.2013

Sie begegnen uns beim Frühlingsspaziergang im Park, am Waldrand oder auch mitten in der Ortschaft: kleinere oder größere Ansammlungen von
Feuerwanzen, welche die wärmenden Strahlen der Frühlingssonne nutzen. Die Tiere überwintern unter Laub, unter Rinde von Bäumen und in Spalten unter der Erde. Dies geschieht oft in der Nähe von Linden, an deren Stämmen sich die Tiere dann sammeln. Die Wirkung der rot-schwarzen Warnfarbe wird dabei für mögliche Fressfeinde noch durch die großen Mengen versammelter Feuerwanzen verstärkt. Aber nicht nur für die gemeinsame Verteidigung sind Feuerwanzen gemeinschaftlich unterwegs: auch bei der Nahrungsaufnahme kooperieren die Tiere miteinander.
Scheint die Sonne etwas intensiver sind dann in den Gruppen von Feuerwanzen auch zahlreiche Paarungen zu sehen - die Frühjahrsansammlungen der Tiere sind auch ein perfekter "Heiratsmarkt" mit vielen Kontaktmöglichkeiten.
Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit anderen ebenfalls rot-schwarz gefärbten Wanzenarten (z.B.
Ritterwanze,
Corizus hyoscyami,
Arocatus),
von denen einige ebenfalls überwintern und dann auch im Frühjahr
erscheinen. Von diesen ist die Feuerwanze jedoch durch ihre eiförmige
Körperform und die fast immer verkürzten Flügel recht leicht zu
unterscheiden.
Nach dem bisherigen Stand der Erkenntnisse über das Vorkommen der Feuerwanzen in Sachsen sieht es so aus, dass die Art in höheren Lagen der Mittelgebirge selten ist beziehungsweise ganz fehlt. Vielleicht spiegeln die bisherigen Nachweise aber auch die Verteilung der bevorzugten Exkursionsziele der Naturinteressierten im zeitigen Frühjahr wieder. Bitte helft mit, den Kenntnisstand hier zu vervollständigen!
Frühjahrsfrostspanner 2013
01.03.2013

Sobald im neuen Jahr der Schnee schmilzt und auch die Abende frostfrei bleiben, zeigen sich die ersten Schmetterlinge: die Frühjahrsfrostspanner. Wie bei den Herbstfrostspannern sind auch bei ihnen die Weibchen flügellos und werden nur selten gesichtet. Die Männchen werden abends von künstlichen Lichtquellen angelockt und sitzen dann an Hauseingängen und Fensterscheiben. Zu den Frühjahrsfrostspannern gehören unter anderen die Jungfernkinder (
Archiearis parthenias,
Boudinotiana notha), der Weißgraue Breitflügelspanner (
Agriopis leucophaearia), der Graugelbe Breitflügelspanner (
Agriopis marginaria), der Schneespanner (
Phigalia pilosaria), der Frühlings-Kreuzflügel (
Alsophila aescularia) und der Gelbfühler-Dickleibspanner (
Apocheima hispidaria).
Frostspanner 2012

Sie sind die Vorboten des Winters: die Herbstfrostspanner. Von September bis Dezember sind die fünf Arten in frostfreien Nächten unterwegs. Die Männchen des Großen Frostspanners (
Erannis defoliaria) und des Orangegelben Breitflügelspanners (
Agriopis aurantiaria), des Herbst-Kreuzflügels (
Alsophila aceraria) sowie des Kleinen Frostspanners (
Operophtera brumata) und des Buchenfrostspanners (
Operophtera fagata) werden dann oft von künstlichen Lichtquellen angelockt, sitzen an Schaufensterscheiben und Häuserwänden. Die Weibchen hingegen sind flügellos und werden nur selten gesichtet.
Glühwürmchen 2012
18.06.2012

Es ist Glühwürmchenzeit! Die Männchen der
Glühwürmchen sind unsere einzigen Insekten, die
fliegen und leuchten können. Mit Einbruch der Dämmerung kann man sie in feuchten, mit Laubgehölzen beschatteten Lebensräumen finden. Die männlichen Käfer bevorzugen eine freie Flugbahn zum Beispiel entlang von Wegen und Waldrändern. Vergesst nicht Eure Taschenlampen, wenn Ihr Euch zur Glühwürmchensuche aufmacht!
Hornisse 2012
11.07.2012
Flugsaison: Mai bis Oktober
Sie ist die größte bei uns vorkommende Wespe: die
Hornisse. Mit einer Körperlänge von 19 – 35 mm ist sie schon anhand ihrer Größe leicht zu erkennen. Charakteristisch ist die rotbraune Färbung am Kopfhinterrand. Ab Mitte April gründet ein überwintertes Weibchen einen neuen Familienstaat, der im Verlaufe des Jahres ein paar Hundert Individuen hervorbringt und nur bis zu den ersten Frösten im kommenden Herbst exisitiert...
Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens (Harris, 1782))
Flugsaison: Mai bis Anfang August
Diese auffällige Libellenart ist an vielen Bächen und Flüssen in den Frühsommermonaten ab Ende Mai zu beobachten. Auffällig ist ihr gaukelnder, an Schmetterlinge erinnernder Flug.
Die Männchen sind leicht an den dunkel metallisch-blauen Mittelbinden auf den Flügeln zu erkennen. Calopteryx splendens ist seit der Reduzierung der Abwasserbelastung in den frühen 1990er Jahren in den sächsischen Flüssen wieder häufiger geworden. Es wäre interessant zu erfahren, ob sich die Populationen seit der letzten landesweiten Erfassung, die 2005 publiziert wurde, weiter erholt haben. Die adulten Tiere fliegen, je nach Witterungsverlauf, bis weit in den August.
Hier kannst du mitmachen und deine Beobachtungen mitteilen.
Taubenschwänzchen
Flugsaison: Ende Juni bis September
Das Taubenschwänzchen (
Macroglossum stellatarum) wandert jedes Jahr erneut aus dem Süden ein. Die ersten Einwanderer eines jeden Jahres sorgen in Mitteleuropa für Nachwuchs, der sich dann mit weiteren Einwanderern vermischt. Auf diese Weise sind die Falter im Spätsommer und frühen Herbst häufiger beim Nektarbesuch an Blüten zu beobachten. Dabei schwirren sie wie ein Kolibri frei in der Luft und strecken ihren Rüssel in den Blütenkelch, ohne auf der Blüte zu landen. Häufig besuchen sie auch Balkon- und Gartenblumen. Noch weiß man nicht, wie häufig diese Art bei uns wirklich aufrtitt, und ob es ihr vielleicht doch gelingt, bei uns zu überwintern. Eine erste sachsenweite Erhebung soll zunächst Aufschluß darüber geben, wo überall das Taubenschwänzchen vorkommt. Dabei kann jeder mithelfen. Melde uns
hier deine Beobachtungen.
Die Maikäfer (Melolontha)
Flugsaison: Ende April bis Anfang Juni
In Deutschland kommen drei Maikäferarten vor, die häufig verwechselt werden,
obwohl sie nach äußeren Merkmalen unterschieden werden können: der
Feldmaikäfer, der
Waldmaikäfer sowie der seltene
Melolontha pectoralis.
Allen drei Arten ist gemeinsam, dass sie an den Seiten des Hinterleibes, unterhalb der Flügel eine Reihe weißer Dreiecke aufweisen. Ähnlichen Arten wie dem Junikäfer fehlt dieses Muster. Die drei in Mitteleuropa vorkommenden Maikäferarten lassen sich am besten an ihrer Hinterleibsspitze (Pygidium) unterscheiden: Diese ist beim Waldmaikäfer schmal und endet in einem knotigen Fortsatz, beim Feldmaikäfer bildet sie einen lanzettartigen Fortsatz ohne Knoten und ist fein behaart sowie bei M. pectoralis doppelt behaart, beim Männchen wenig und schmal verlängert und beim Weibchen kurz und stumpf. Zur Erkennung dieser Merkmale ist eine einfache Lupe sehr hilfreich!
Früher waren Maikäfer sehr häufig und traten gelegentlich in großen Massen auf, wobei die Käfer durchaus ganze Wälder entlaubten. Während der umfangreichen chemischen Bekämpfungsmaßnahmen in den 1950er und 1960er Jahren sind die Populationen der Maikäfer in Mitteleuropa eingebrochen. 1974 schrieb Reinhard Mey darauf sein bekanntes Lied "Es gibt keine Maikäfer mehr". Seit dem sind Maikäfer in einigen Gebieten wieder etwas häufiger geworden, doch fehlen bislang neuere systematische Untersuchungen zur Situation in Sachsen. Deshalb haben wir die Maikäfer für unsere Mitmachaktion ausgewählt. Mach mit und melde uns deine Beobachtungen.
Aurorafalter (Anthocharis cardamines)
Flugsaison: Ende März bis Anfang Juni
Wenn der Aurorafalter fliegt, hat der Frühling Einzug gehalten. Die Obstbäume stehen in voller Blüte. Seit dem Frühjahr 2011 schenken wir dem
Aurorafalter besondere Aufmerksamkeit. Die Männchen besitzen auf den Vorderflügeln
große orangefarbene Flecken, an denen sie auch im Flug zweifelsfrei von allen anderen bei uns heimischen Schmetterlingsarten unterschieden werden können.
Melde uns deine Beobachtungen.