"Verstummter Frühling. Vom Aussterben der Wiesenvögel"

17.03.2018

Als Kind vernahm Klaus Schmidt staunend das Meckern der "Himmelsziege". Ging er im Sommer durchs reife Getreide, so stoben hunderte Sperlinge in die Luft. Der Himmel hing voller singender Feldlerchen. Ein Märchen? Keineswegs!
Der 67jährige Ornithologe dokumentiert seit 1966 penibel das Verschwinden der Vögel aus seinem Thüringischen Werratal, das mittlerweile Europäisches Vogelschutzgebiet ist.
Heute sind die Feldfluren fast spatzenfrei. Die Lage ist dramatisch. Seit 1980 verschwanden europaweit 300 Millionen Brutpaare - fast die Hälfte der gesamten Bestände in den Agrarlandschaften. Als 1962 der Ökothriller "Der stumme Frühling" die Leser schockte, war DDT das Problem. Doch heutige Ackergifte wie die neuen Neonikotinoide sind 8000fach giftiger und dezimieren drastisch die Insekten, die Nahrung der Vögel.
Ist unsere Biosphäre an den Grenzen ihrer zumutbaren Belastung angelangt? Welche Lösungsansätze sehen Umweltschützer und Wissenschaftler, um die Situation zu ändern?

Ein Beitrag von Heidi Mühlenberg auf MDR Kultur um 9:05 Uhr (30 min)
Regie: Matthias Seymer
Produktion: MDR 2018 
 
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